Entwicklung eines modularen Ladungsträgers für die anforderungsgerechte Rückführung von Photovoltaik-Modulen als Basis für den Aufbau eines Mehrwegkreislaufsystems (PV-Trans)

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IfKU-2015 Institut für Kreislaufwirtschaft und Umwelttechnik des VVL e.V.

Die Installation von Solaranlagen bzw. Photovoltaik-Modulen hat in den letzten Jahren eine enorme Entwicklung erfahren. Aufgrund der begrenzten Lebensdauer von PV-Modulen ist in den kommenden Jahren jedoch mit einem sprunghaften Anstieg von ausrangierten PV-Modulen auszugehen. Für die anforderungsgerechte Rückführung dieser PV-Module fehlen allerdings die entsprechenden Logistikkonzepte sowie geeignete Ladungsträger.

Im Kooperationsprojekt „Entwicklung eines modularen Ladungsträgers für die anforderungsgerechte Rückführung von Photovoltaik-Modulen als Basis für den Aufbau eines Mehrwegkreislaufsystems (PV-Trans)“ hatte sich das Institut für Kreislaufwirtschaft und Umwelttechnik (IfKU) des VVL e. V. gemeinsam mit dem Unternehmen SID-Schier Engineering u. a. zum Ziel gesetzt, einen praxisgerechten Ladungsträger für den branchenweiten Rücktransport von PV-Modulen zu entwickeln.

Einen weiteren Themenschwerpunkt des Projektes bildet die Untersuchung der momentanen Rückführabläufe, um Optimierungspotenziale für zukünftige Anwendungsfelder aufzuzeigen. Hierbei wird u. a. der Einsatz von Identifikationssystemen im Rückführprozess analysiert und bewertet, um bspw. eine verursachergerechte Kostenzuordnung bei der Entsorgung der PV-Module zu realisieren.

Anhand der erarbeiteten Projektergebnisse wurde es letztendlich ermöglicht, die erforderlichen Infrastrukturen gezielt auf- bzw. auszubauen, um bzgl. der prognostizierten Mengen an PV-Altmodulen und den damit verbundenen Anforderungen frühzeitig praxisgerechte Lösungsmöglichkeiten anbieten zu können.

Weitere Informationen unter:

http://www.vvl-ev.de/index.php?option=com_content&view=article&id=358:pv-trans&catid=76:aktuelle-fae-projekte&Itemid=253

Kontakt:
Institutsleiter: Prof. Dr.-Ing. Rolf Jansen
Verein zur Förderung innovativer Verfahren in der Logistik (VVL) e.V.
Giselherstraße 34, 44319 Dortmund
Tel.: 0231/ 560 – 90
E-Mail: info@vvl-ev.de

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Konzeptionelle Entwicklung eines mehrwegfähigen adaptiven Transportbehälters mit Multi-Temperatur-Funktion und integriertem Temperaturüberwachungssystem auf der Basis von Funktionsmustern (BinTelligent)

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Das Geschäftsfeld des Online-Lebensmittelhandels verfügt laut Expertenprognosen über ein enormes Wachstumspotenzial. Die Endkundenzustellung eines Lebensmittelvollsortiments repräsentiert jedoch eine äußerst komplexe logistische Aufgabe, mit der eine Vielzahl an Herausforderungen – z. B. die Gewährleistung einer normgerechten Kühlung für Tiefkühl- und Kühlprodukte oder das Nichtantreffen des Endkunden im Rahmen des Zustellprozesses – verbunden ist. Bei der Lösung dieser Schwierigkeiten treten in der Praxis z. T. erhebliche Probleme auf, die nicht zuletzt auf das Fehlen einer geeigneten Transportverpackung zurückzuführen sind.

Aus diesem Grund lag das Ziel des Forschungsprojektes „BinTelligent“ in der Entwicklung eines mehrwegfähigen Transportbehälters, der speziell auf die Anwendung in der E-Food-Logistik ausgerichtet ist. Dieser verfügt über eine Multi-Temperatur-Funktion, mittels derer innerhalb flexibel einstellbarer Fächer – je nach Kundenauftrag – die nach der DIN 10508 einzuhaltenden Temperaturzonen für Tiefkühl-, Kühl-, Frische- und Trockenprodukte sichergestellt werden können. Zudem ist der Behälter mit einem energieautarken Temperaturüberwachungssystem ausgestattet, mit dessen Hilfe unter anderem die Möglichkeit besteht, dem Kunden per Near Field Communication (NFC) über eine Smartphone-App die Einhaltung der Kühlkette nachzuweisen und damit das Verbrauchervertrauen in die Frische der ausgelieferten Waren zu steigern.

Mehr Informationen unter:

http://www.vvl-ev.de/index.php?option=com_content&view=article&id=362:bintelligent&catid=76:aktuelle-fae-projekte&Itemid=253

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Institutsleiter: Prof. Dr.-Ing. Rolf Jansen
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Kommunen unter Entscheidungsdruck

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Aufgabe jeglicher kommunaler Politik ist es, die Lebensqualität ihrer Bürger zu erhalten und zu fördern. Setzen sich die kommunalen Entscheidungsträger trotz unabweisbarer Hinweise auf Beeinträchtigungen des Lebens in ihrem Einflussbereich darüber hinweg, kann man ihnen nicht länger die Geschicke einer Stadt anvertrauen. Genau diese Situation, die sich seit Jahren unübersehbar entwickelt hat, ist jetzt an vielen Orten eingetreten. Stickstoffoxide und Kohlendioxidbelastungen haben Grenzwerte überschritten, die jedem Bürger ein Klagerecht einräumen.

Längst von der EU gefordert und vom Bund gebilligt, sind Maßnahmen gegen die Umweltbelastungen unterlassen worden. Dabei sind die Ursachen der Probleme längst identifizierbar. Und Lösungen liegen auf der Hand: Verbannung der mit Dieseltreibstoff  betriebenen Fahrzeuge aus den städtischen Ballungsräumen.

Kommunale Entscheidungsträger in den Ballungsräumen Deutschlands scheuen sich, längst legitimierte Maßnahmen zu ergreifen. Eine Analyse der Ursachen wird nicht nur auf die üblichen Ressortstreitigkeiten hinweisen, sondern sie wird auch eine nicht immer dem Gemeinnutz dienende Rolle der mit Verkehrsfragen betrauten Verbände identifizieren. Schließlich sind Wirtschaftsverbände Interessenvertreter und natürliche Lobby ihrer Klientel. Jedes Verbot des Fahrens in den Innenstadtraum mit dieselbetriebenen Fahrzeugen wird sofort mit dem Hinweis auf unvertretbare Kosten eines notwendigen Fahrzeugwechsels und schwerwiegenden Belastungen alternativer Konzepte der Warenauslieferung beantwortet. Solange politische Entscheidungsträger stärker auf Lobbyisten als auf die Stimmen ihrer Bürger hören, wird sich vor Eintritt katastrophaler Ereignisse und damit verbundener Ausnahmezustände nichts ändern.

Prof. Dr. habil. Claus C. Berg, ILV Rohr

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Geld sparen: Durch Sicherheits- und Flottenmanagementlösungen und der Einhaltung von Compliance-Richtlinien

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Die Logistikbranche reagiert besonders empfindlich auf kriminelle Eingriffe wie Ladungsdiebstähle, die in ganz Europa jährlich einen Schaden von etwa 8,2 Milliarden Euro verursachen, so ein EU-Parlamentsbericht, der sich auf Angaben der Transported Asset Protection Association (TAPA) stützt. Sicherheitslösungen minimieren die Gefahr von Ladungsdiebstählen – egal, ob es sich dabei etwa um den Verlust von wertvollem Schmuck oder ein paar Apfelkisten handelt. Folglich sparen Transportunternehmen erheblich, wenn sie ihre Flotte mit entsprechenden Sicherheitslösungen ausrüsten. Durch die Akquisition der Trans-Safety LOCKS® GmbH (“Trans-Safety LOCKS”) im Februar 2016 verknüpft WABCO die Sicherheitssysteme mit Transics International, WABCOs eigenem Anbieter von Flottenmanagement-Lösungen zur Echtzeitüberwachung von Lkw, Anhängern, Fahrern und Ladung. Dadurch werden zum ersten Mal Komplettsysteme angeboten, die eine ferngesteuerte Türverriegelung in Flottenmanagement-Lösungen integrieren und so die Betreiber von Nutzfahrzeugflotten unterstützen. Echtzeit-Informationen zum Sicherheitsstatus der Anhängefahrzeuge (geöffnet, entriegelt, verriegelt) können im Back-Office durch den Disponenten abgerufen werden. Flottenmanager können außerdem die Türen zu den Laderäumen aus der Ferne mit Hilfe der Telematikeinheit verriegeln und wieder entriegeln: Auf diese Weise kann verhindert werden, dass unbefugte Personen die Türen zum Laderaum öffnen können. Ein weiterer Vorteil ergibt sich für Transportunternehmen dadurch, dass sie basierend auf den Sicherheitsmaßnahmen günstigere Versicherungsprämien aushandeln können. Die Investition in ein komplettes Sicherheitspaket bestehend aus WABCO’s Sicherheitslösungen (ELB-Locks), die in die Flottenmanagement-Lösung integriert werden, ist somit sinnvoll.

Doch welche Rolle spielen Sicherheits- und Flottenmanagementlösungen eigentlich bei Compliance-Fragen? Um Transportunternehmen davor zu schützen, Opfer von kriminellen Eingriffen zu werden, greift der Gesetzgeber zunehmend mit Richtlinien tiefer in die Produktion und seit kurzem auch in die Transportkette ein. Zusätzlich müssen Transportunternehmen selbstverständlich auch ihren internen Vorschriften und Anforderungen gerecht werden: Eine solche Vorschrift könnte beispielsweise sein, dass Frachtcontainer stets verschlossen bleiben müssen und erst am Zielort wieder geöffnet werden dürfen. Die kontrollierte Verriegelung ist eine effektive Maßnahme, um sowohl Gesetzgebung als auch unternehmensinterne Richtlinien zu erfüllen. Durch die Integration von ELB-Locks in Transics‘ Anhänger-Management-Lösung TX-TRAILERGUARD ist dies sogar noch einfacher, da der Disponent nun ganz einfach den Status der Anhänger überwachen und bei Bedarf aus dem Back-Office heraus intervenieren kann.

Hinzu kommt hier der finanzielle Aspekt: Die Einhaltung interner, gesetzlicher und kundenspezifischer Vorschriften spart Transportunternehmen in vielerlei Hinsicht Geld. So ermöglicht eine Lösung zur Dokumentenverwaltung wie Transics‘ TX-DOC, die in die Back-Office-Anwendungen integriert ist, den Austausch von Transportdokumenten zwischen Fahrer und Disponent in Echtzeit. Der Zwei-Wege-Dokumententransfer zwischen Back-Office und Lkw garantiert eine reibungslose Planung und Verwaltung: Je nach SLA können spezifische Dokumente auf diese Weise auch direkt an den Kunden gesendet werden. Der Fahrer kann sich voll auf seine Route konzentrieren, während gleichzeitig die sofortige Verfügbarkeit von Dokumenten im Back-Office und für Dritte den Kommunikationsfluss vereinfacht und dadurch Geld spart.

Darüber hinaus wird es Transportunternehmen vereinfacht, sich an rechtliche Vorschriften zu halten, indem sie beispielsweise Transics‘ DigiTach-Lösungen einsetzen. Diese Lösungen ermöglichen die Integration aller Tachographendaten in das Flottenmanagementsystem – von der Fahrer-Authentifizierung bis hin zur Datenarchivierung. Außerdem können so Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten vermieden und die gesetzlichen Vorschriften in Bezug auf den Fahrtdatenschreiber erfüllt werden. Des Weiteren können mit Hilfe von WABCOs Sicherheitslösungen, die in die Flottenmanagement-Lösungen integriert werden, die gesetzlichen Anforderungen zur Ladungssicherung einfacher und effizienter erfüllt werden. Folglich ist es für Unternehmen wichtig, bestehende Vorschriften zu erfüllen, denn die Gebühren bei Missachtung können je nach Regulierung sehr hoch ausfallen.

Für Fragen zum Thema Sicherheits- und Flottenmanagementlösungen und Compliance steht Ihnen Mark Griffith gerne zur Verfügung (Tel.: +49 174 30 40 925; E-Mail: mark.griffith@transics.com).

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Wertstromübergreifende Auslegung von Bauteilreinigungskonzepten [CLean]

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Das Qualitätsmerkmal „Technische Sauberkeit“ hat sich zu einer Leistungsanforderung entwickelt. Führen präventive Maßnahmen zur Vermeidung von kritischen Verschmutzungen bzw. Maßnahmen zur Erhöhung der Verschmutzungstoleranz im Kundenprozess nicht zu den gewünschten Ergebnissen, entsteht ein Bedarf, die funktionell erforderliche Sauberkeit durch Reinigungsprozesse herzustellen. Die Gestaltung von Reinigungskonzepten hat dabei einen erheblichen Einfluss auf die Produktionskosten hinsichtlich Ausschuss, Verpackung, Handhabung und Durchlaufzeit und beinhaltet neben der Verfahrensauswahl die Gestaltung einer sauberkeitsgerechten Logistik.

Das Forschungsprojekt „Wertstromübergreifende Auslegung von Bauteilreinigungs- konzepten [CLean]“ startete deshalb im April 2016 mit dem Ziel der Konzeption einer Systematik zur Analyse sauberkeitskritischer Wertströme auf Reinigungsbedarfe sowie zur Gestaltung und Bewertung der Integration und Organisation von Bauteilreinigungs- verfahren.

Wesentliche Ziele des Forschungsprojektes sind die Entwicklung einer

  1. Identifikations- und Charakterisierungsmethodik für Reinigungsfälle,
  2. Integrations-Plattform zur Verbesserung des Anfrage- und Angebotsprozesses für Betreiber und Hersteller,
  3. Analytischen Systematik zur quantitativen Bewertung von Bauteilreinigungskonzepten.

Im Juni 2016 fand dazu in Kooperation mit dem Industrieverband für Blechumformung der erste projektbegleitende Ausschuss mit 32 Teilnehmern aus 21 Unternehmen statt. Die große Resonanz zeigt, dass bei vielen Unternehmen der Bedarf wächst, sich mit der Technischen Sauberkeit und der Bauteilreinigung auseinanderzusetzen. Das Forschungsprojekt CLean leistet damit einen zentralen Beitrag zu Lösung einer Problemstellung der Industrie, indem es die Möglichkeit bietet, eine sauberkeitskritische Produktion nicht nur sauber, sondern auch effizient zu gestalten.

Kontakt:
Institut für Produktionssysteme
Technische Universität Dortmund
Leonhard-Euler-Straße
5 44227 Dortmund
Tel.: 0231/7552652

Forschungsstellenleiter: Prof. Dr.-Ing. Jochen Deuse

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Elektromobiltät per Gesetz?

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In einer parlamentarischen Demokratie soll das Wohl der Gesellschaft Richtschnur politischer Entscheidungen sein. Kluge Politik setzt das Wissen der Entscheidungsträger voraus, welche Ziele und Maßnahmen diesem Ziel dienen können. Populistisch motivierte Politik ist dazu genau so wenig Ziel führend wie ein Lobbyismus, der das notwendige Wissen über Interessengruppen vermittelt, welche die  zu verfolgenden Ziele und zu ergreifenden Maßnahmen „empfehlen“. Das fällt in der Regel kaum auf, es sei denn mangelnde Kompetenz der Befürworter einer Maßnahmen und ihrer Empfänger führen zu offensichtlich kontraproduktiven politischen Entscheidungen.

Ein Musterbeispiel ist die an Länder und Kommunen gerichtete Empfehlung des Elektromobiltätsgesetzes (EmoG), die Busspuren in Städten für elektromobile Privatfahrzeuge freizugeben. Die Kfz-Hersteller freuen sich natürlich über die Schützenhilfe der Politik für eine Steigerung ihrer schwachen Absatzzahlen im elektromobilen Sektor. Nur stehen nun die Kommunen vor der Entscheidung, mühsam infrastrukturell eingerichtete Fahrstrecken für den öffentlichen Personenverkehr mit der Freigabe für elektromobile Zweitwagen wieder zu verstopfen. Der Klugheit kommunaler Entscheidungsträger ist es bisher zu verdanken, dass solch offensichtlich strategischen Fehlentscheidungen, die bestenfalls  dem Absatz der Kfz-Hersteller dienen, verpuffen. Der öffentliche Personenverkehr sollte nicht von privaten Fahrzeugen blockiert werden, zumal  eine spürbare Verringerung der Umweltbelastung mit dem elektromobilen Zweitwagen sicherlich nicht. erreicht wird. Jetzt fehlte nur noch die Empfehlung, an Bus- und Tramhaltestellen Ladestationen einzurichten, die natürlich von Privatfahrzeugen genutzt werden dürfen. Der von wachsenden Warenlieferungen geprägte Wirtschaftsverkehr bleibt bei einer solchen Empfehlung zwangsläufig außen vor.

Prof. Dr. habil. Claus C. Berg

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LogHealth – Betriebliches Gesundheitsmanagement als Erfolgsfaktor für Logistikdienstleister

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Der Mangel an jungen Fachkräften und der demografische Wandel führen zu einer längeren Lebensarbeitszeit und erhöhen die Altersstruktur der Erwerbstätigen. Davon bleibt auch die Logistikbranche nicht verschont. Logistikdienstleister (LDL) stehen vor der großen Herausforderung, die Produktivität der Mitarbeiter bis ins hohe Erwerbstätigenalter zu erhalten und zu motivieren.

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) zielt auf eine gesundheitssteigernde Ausrichtung von Arbeit, Organisation und Mitarbeiterverhalten ab. Das BGM integriert gesundheitsfördernde Maßnahmen systematisch in die betrieblichen Prozesse und die Unternehmensführung. Maßnahmen des BGM ermöglichen es LDL, im steigenden Wettbewerb der Logistikbranche zu bestehen und die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter zu erhalten oder gar auszubauen.

Im Projekt LogHealth wurde ein Vorgehensmodell zur Entwicklung einer Gesundheitsstrategie erarbeitet und beschrieben. Des Weiteren wird aufgezeigt, wie Gesundheitsziele durch Kennzahlen operationalisiert und Maßnahmen systematisch abgeleitet und implementiert werden können. Um die Partizipation der Mitarbeiter am BGM zu fördern, wurden Ausgestaltungsmöglichkeiten eines gesundheitsorientierten Anreizsystems identifiziert, bewertet und Empfehlungen ausgesprochen. Da BGM von LDL die Umsetzung zahlreicher Aufgaben erfordert, die in allen Unternehmensbereichen anfallen, wurden im Rahmen des Forschungsprojekts geeignete Organisationsformen zur festen Verankerung eines BGM im Unternehmen identifiziert.

Für Fragen zum Projekt steht Ihnen Herr Timo Maurer, M.Sc. gerne zur Verfügung (Tel.: +49 711 620 3268-8026; E-Mail: TMaurer@ipri-institute.com)

Eine ausführlichere Zusammenfassung der Forschungsergebnisse finden sie unter www.gvb-ev.de in der Kategorie Forschungsergebnisse.

Das IGF-Vorhaben 17865 N / 1 der Forschungsvereinigung Gesellschaft für Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik (GVB) e.V. – Wiesenweg 2, 93352 Rohr, wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags gefördert.

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Eine nachhaltige Warenverteilung in Ballungsräumen

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Eine Warenverteilung in Ballungsräumen mit einem durchgängig eingesetzten elektromobilen Fahrzeug ist im Hinblick auf die zurück zu legenden Fahrstrecken und die wegen der notwendigen Größe des Fahrzeugs vermehrte Staugefahr nicht effizient, weder für eine verantwortungsbewusste Nutzung der innerstädtischen Infrastruktur noch für die mit der Verteilung befassten Unternehmen. Als eine realisierbare und Ressourcen sparende Lösung bietet sich eine Aufteilung des Transportprozesses in eine Schwerpunktverteilung mit anschließender Feinverteilung der Waren an, die auch für die Retourenbewältigung geeignet ist. Während die Schwerpunktverteilung mit großräumigen elektromobilen Fahrzeugen im Punkt zu Punktverkehr erfolgen kann, ist die Feinverteilung mit Fahrzeugen mit geringer Raumkapazität durchzuführen.

Bislang hat es schon einige erfolgversprechende Beispiele in der Praxis gegeben. So wurde die Schwerpunktverteilung mit elektromobilbetriebenen Transportern bis zu fest stationierten Zwischenlagern realisiert, um danach die Waren mit Elektrolastenrädern an die Abnehmer auszuliefern. Dieses Modell auf andere Ballungsräume zu übertragen, stößt in vielen Städten auf das Problem der geringen Kapazität preiswerter Verkehrsflächen für die Einrichtung von Zwischenlagern als Miniverteilzentren.

Daher sollte eine grundsätzlich mobile Schwerpunktverteilung mit großräumigen elektromobil betriebenen Fahrzeuge wie Elektrotransporter, Elektrobussen, Straßenbahnen, S- oder U-Bahnen realisiert werden, die gleichzeitig als Zwischenlager und Umschlagspunkt dienen. Eine internetbasiert gesteuerte Feinverteilung übernimmt an flexiblen Haltepunkten (Haltestellen von Straßenbahnen, Parkbuchten, etc) die während des Transports zusammengestellten Warenbündelungen mit  E-Lastenrädern oder elektromobilen Minitransportern.

Vorteile dieses Lösungsansatzes liegen in dem Verzicht auf fest stationierte Miniverteilzentren, der Möglichkeit der Nutzung elektrifizierter Bahnstrecken und der größeren Flexibilität der Warenverteilung im Hinblick auf Erweiterbarkeit und Anpassung an infrastrukturelle Gegebenheiten.

Prof. Dr. habil. Claus C. Berg

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Eine Republik wurstelt sich durch

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Der Super Stau Gau droht auf den wichtigsten Verkehrsadern Deutschlands. Der Wirtschaftsverkehr wird die Mobilität ersticken. Das Wachstum von Industrie und Handel führt zu stetig ansteigenden Gütertransporten, welche die nicht in gleichem Maße erweiterbare Verkehrsinfrastruktur  überfordern werden. Hinzu kommt der marode Zustand von Straßen und Brücken, die zum schnellen Ausfall zentraler Verkehrsverbindungen führen können. Die befürchtete Grenzüberwachung an der Route nach Italien dürfte im Vergleich dazu  das weitaus geringere Problem sein.

Diese Situation ist seit Jahren absehbar. Umso erschreckender ist, wie die Politik sehenden Auges dieser Entwicklung hilflos zuschaut. So sind selbst großzügige Finanzhilfen des Bundes zu Erhaltung und Neubau von wichtigen Verkehrsverbindungen teilweise unwirksam, weil die Länder in eigener Regie die Mittel in Umgehungsstraßen und dem Straßenausbau in ländlichen Bezirken einsetzen, was auch einem parteipolitischen Kalkül unterliegt. Aber diese in einem föderalen System kaum vermeidbaren Dysfunktionalitäten sind vergleichsweise gering gegen eine Grundsatzentscheidung des Bundes, die seit bald zwei Jahrzehnten jede verkehrspolitische Maßnahme zur Entlastung des Straßenverkehrs fragwürdig erscheinen lässt.

Die Bahnreform, die in Stufen von 1994 und 1999 mit der Gründung der Deutschen Bahn AG den Privatisierungsprozess abschloss, sollte der Steigerung der Wirtschaftlichkeit und der Zukunftsfähigkeit des wichtigsten Verkehrsmittels seit Ende des 2. Weltkriegs dienen. Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens dient aber nur dann dem Gemeinnutz einer Gesellschaft, wenn der Wettbewerb vergleichbarer Leistungsangebote dem Kunden Vorteile bietet. Was im Personenverkehr zumindest im Fernverkehr durchaus erfolgreich umgesetzt wurde, konnte aber im Güterverkehr nicht realisiert werden. Der Wirtschaftsverkehr wanderte auf die Straße ab und das bis heute.

Die Deutsche Bahn AG gleicht einem einäugigen Zyklopen, der nicht sieht, dass der Güterverkehr eigene Gesetze hat, die mit der unter der Holding angesiedelten DB Netz AG nicht zu bewältigen sind. Der Kombiverkehr als eher traurige Variante eines Güterverkehrs auf der Schiene hat mit seiner inflexiblen Serviceleistung auch den Schwerlastverkehr auf die Straße gezwungen. Ein Transport von Paketen im Nachtsprung soll hier erst gar nicht erwähnt werden. Die Dramatik dieser Fehlentwicklung gewinnt besondere Bedeutung, wenn man die Auswirkungen auf die Umweltbelastung in Betracht zieht. Schließlich steht immer noch ein Schienennetz zur Verfügung, das bereits zu ca. 95% elektrifiziert ist.

Ganz offenbar ist die Politik als Eigentümer der Bahn nicht in der Lage, Fehler einzusehen und unter dem Druck der sich abzeichnenden Entwicklung eine Reorganisation anzupacken. Lieber verschwendet man Steuergelder zur Förderung privater elektromobiler Kraftfahrzeuge um die gedankenlose Zielvorgabe von einer Million E- Mobilen doch noch zu erreichen. Der angestrebten Reduzierung der Umweltbelastung wird ein Bärendienst geleistet, da der Hauptverursacher Wirtschaftsverkehr im Fern- und Nahverkehr ungeschoren bleibt. Das ist ein perfektes Beispiel für ein Durchwursteln ohne Plan.

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GVB Tagung “Die Zukunft urbaner Logistik” am 4. Mai 2016 an der Technischen Universität München

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Programm

Die Zukunft der Mobilität in Ballungsräumen
Prof. Dr. habil. Claus C. Berg, Institut für Logistik und Verkehrsmanagement, Rohr i. NB

Demand-Chain-Management – die neue Strategie der Logistik
Dr. Thomas Steinmüller, Cap Ten AG, Berlin

Urban Production and Logistics als zentraler Enabler der Smart City – Herausforderungen und Chancen aus Unternehmenssicht
Prof. Dr. Mischa Seiter, IPRI – International Performance Research Institute gGmbH, Stuttgart
Dipl.-Volksw. Ute David, IPRI – International Performance Research Institute gGmbH, Stuttgart

Erfassung von Kundenwünschen in prämanifester Phase
Anna – Katharina Pleier MBA, Five Views Concept, München

Multimodaler Warentransport als Ausgangbasis für die wirkungsvolle Umgestaltung der innerstädtischen Verkehrs- und Geschäftsmodelle
Prof. Dr.-Ing. habil. Rolf Jansen, VVL e.V., Dortmund
Dipl.-Ing. Denis Vukovic, VVL e.V., Dortmund

Manuelle Lastenhandhabung in der Logistik – Unterstützung durch eine körpergetragene Hebehilfe
Prof. Dr. Klaus Bengler, Lehrstuhl für Ergonomie der TUM
Dipl.-Ing. (univ.) Verena Knott, Lehrstuhl für Ergonomie der TUM

Logistik 4.0 – Effizienzsteigerung mit automatisierter Auftragskommunikation – Herausforderungen intermodaler Netzwerke
Christian Krüger, Catkin GmbH, Dortmund

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden sie auf unserer Website www.gvb-ev.de unter der Rubrik “Veranstaltungen”

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